Der König und die Gärtnerin
30. Juli 2010
In der SchreibBühne wurden und werden viele Romane und Geschichtensammlungen entwickelt; einige befinden sich in der Überarbeitungsphase, andere warten darauf, zu Ende geschrieben zu werden, gar manche liegen schon auf einem der berühmt-berüchtigten Lektorenstapel oder werden vielleicht grade in dieser Minute von kompetenter Seite begutachtet – und ein Projekt hat bereits alle Hürden genommen und liegt nun vor:
Carmen Winters Märchen für Erwachsene
“Der König und die Gärtnerin” - erschienen im Drachenmondverlag.
Ich gratuliere Carmen ganz herzlich und wünsche diesen wunderbaren, im besten Sinne des Wortes herzerwärmenden Geschichten vom König und seiner Gärtnerin und der wachsenden Liebe viele Leserinnen und Leser.
Ein kleiner Tipp von mir: Es eignet sich besonders auch als Vorlesebuch – und ich habe mir sagen lassen, dass es viele Paare gibt, die sich gegenseitig Geschichten vorlesen.
Nachlese – der „Theo“
25. April 2010
Letzten Sonntag fand zum dritten Mal der THEO - Preis für Junge Literatur in Berlin und Brandenburg statt. Und ich hatte zum dritten Mal das Vergnügen, die jungen Autorinnen auf das öffentliche Live-Wettlesen vorzubereiten mittels des Lese-Sprech-Trainings.
Das Wochenende ist eigentlich viel zu kurz, um sowohl die Grundlagen für einen gelungenen Vortrag als auch genau in den Text der Einzelnen einzusteigen. Umso mehr freue ich mich jedes Mal von Neuem und berührt es mich, wie toll diese jungen Autorinnen ihre Texte vor so einem großen Publikum und unter dem Wettbewerbsdruck – gewinnen wollen schließlich alle – vortragen. Oder wie es in der Märkischen Allgemeinen schlicht heißt: “Die Mädchen haben davon ungerührt souverän, fehlerfrei und oftmals mitreißend vorgelesen.”
Und was für Texte: witzig, nachdenklich, ausgereift, einzigartig … einfach erstaunlich und höchst erfreulich.
Dieser wunderbaren Einrichtung, die den Schreibenden Schülern zu verdanken ist und zusammen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgerichtet wird, fehlte dieses Jahr nur etwas: Jungs. Waren sie in den letzten beiden Jahren schon spärlich vertreten, gab es diesmal gar keinen Text von Jungs. Das sollte sich schleunigst wieder ändern, nicht, dass noch Vorwürfe laut werden, die Mädels würden bevorzugt und greifen alles ab, oder gar das Schulsystem würde …
Schreiben ist ja freiwillig, die Geschichten werden in der Freizeit fabriziert, das kann man auch ganz alleine im Zimmer machen, oder in den Zirkeln der Schreibenden Schüler mit anderen zusammen. Das können also alle, die Lust zum Geschichten- und Gedichteschreiben haben.
Deshalb füge ich dem Ausruf “Jungs, wir holen euch!” des Juryvorsitzenden Martin Klein ein „Jungs, macht euch ans Werk!“ hinzu.
Karfreitag 2010
2. April 2010
Es ist einer meiner liebsten Schreibtage: Schreiben und Schweigen zur Passion.
So viel Konzentration, so viel Tiefe, so interessante, ungewohnte, für manch Schreibende selbst überraschende Texte sind in den letzten Jahren an diesem besonderen Tag in der SchreibBühne entstanden.
Ich selber schrieb an so einem Karfreitagsschreibtag einen Text, über dessen Radikalität und Entschlossenheit ich heute noch staune und mich vor allem darüber freue.
Heute schreibe ich nicht. Nicht nur, dass der Raum dafür fehlt, es fehlen auch die Konzentration, die Energie der Mitschreibenden. Deshalb gebe ich mich der Kontemplation hin, um 15 Uhr, so wie früher, als Kind, da gingen wir den Kreuzweg, ich glaube, es ging durch einen Wald, erst tobten wir noch rum, vormittags, und plötzlich mit einem Schlag überkam uns eine Heiligkeit, mitten am helllichten Nachmittag. Nicht in den Wald, heute gehe ich in eine Kirche, wer weiß, vielleicht der dem Alter angemessene Ort für ähnliche Erfahrungen. Hoffentlich.
KapitalKunst - 9.-11.04.2010
31. März 2010
Liebe Freundinnen und Freunde,
hier geht es zwar um die bildende Kunst, aber vielleicht doch interessant für die eine oder den anderen unter euch, oder ihr kennt jemanden, die Kunst macht und so ein Seminar gut gebrauchen kann für die weitere Entwicklung: KapitalKunst - Kunst ist das Kapital des Künstlers
Ich kann es nur empfehlen, was Claudia Zölsch da an drei Tagen an Wissen, Ideen und künstlerischer Selbstbehauptung vermittelt.
Kurzfristig sind zwei Plätze frei geworden - also eine ideale Gelegenheit für Schnellentschlossene, das eigene künstlerische Kapital zu entdecken, und dank Förderung ist auch der Preis dieses Selbsmarketingkurses absolut künstlergerecht
Winterschlaf?
23. Januar 2010
Berlin ist seit Wochen fest im Griff von vereistem Schnee, Nebel und Minus-Temperaturen. Ideal, sich eine Höhle zu bauen und abzuwarten.
Aber ich wiederstehe dieser Aufforderung zum Stillstand, bin viel unterwegs in diesen kalten Zeiten, stapfe gut bestiefelt durch die grau-weiße Landschaft, schaukle mein Auto aus hartschneeklumpigen Parklücken, pflüge es durch Eisrillen und erweitere meinen Berlinhorizont.
Nur die SchreibBühne scheint sich der Jahreszeit voll hinzugeben. Wie anders ist es zu erklären, dass sie noch immer keinen Raum gefunden hat, dass sie noch immer kein Programm hat, dass sie wartet – auf bessere Zeiten? Oder gar auf den Frühling? Das könnte hier noch länger dauern als die besseren Zeiten.
Wie also die SchreibBühne aus ihrer Starre heraus bewegen?
Vorschläge und Ideen sind herzlich willkommen.
Schon so spät? - Raumsuche II
30. November 2009
Das Jahr hat noch genau 31 Tage. Das ist wenig. Vor allem, wenn ich bedenke, dass ich immer noch keinen Raum gefunden habe für die SchreibBühne. Wo es mich doch drängt, wieder in spannender Runde am Donnerstagabend zu schreiben, am Freitagabend zu diskutieren, neue Seminare auszuprobieren - und und und -
Es gestaltet sich schwieriger, als ich dachte. Und somit wird die Kreativpause langsam zur Zwangspause.
Tipps und Ideen, wo die SchreibBühne (und meine Arbeit) ein neues Zuhause finden könnnen, nehme ich gerne entgegen.
Ich wünsche Euch allen gutes Weiterschreiben!
Sex, Wahrheiten und jeden Monat Blut - am 20.11.09
16. November 2009
Susanne Eggert, Gudrune Witschetzky und ich nehmen die Aktion „30 Tage Kunst“ zum Anlass, unsere Texte zusammenzubringen, die:
feministisch, frech, selbstkritisch und humorvoll sind - Texte, die die Grenze der politischen Korrektheit immer wieder streifen, manchmal sogar überschreiten.
Das Programm reicht von der “Annäherung an die dritte Brust” über “Anarcha-Feministische Kommentare im ironischen Plauderton” bis hin zu “Gebärwütige Frauen”, Szenen aus dem Wartesaal einer Fertilitätsklinik.
Polarisierung finden wir spannend und wir freuen uns auf hitzige Diskussionen danach in der
Galerie POPUP 195
Kurfürstendamm 195
10707 Berlin
am Fr, 20.11.09,
Beginn: 19:30
Eintritt frei
30 Tage Kunst - Lesungen und …
26. Oktober 2009
Eine wunderbare Idee mitten im November: 30 Tage Kunst, mitten auf dem Ku’damm. In der Galerie POPUP 195 gibt es vom 1. bis zum 30.11.09 jeden Abend Lesungen, Performances, Video, und was den Künstlern noch so einfällt - auf jeden Fall eine Menge Kultur in einem tollen Raum.
Am Mittwoch, den 4.11.09, lese ich zusammen mit meiner Autorinnengruppe leichterhand.
Unter dem Titel “Im Vertrauen” wagen wir es, Auszüge aus unseren aktuellen, unveröffentlichten Prosaprojekten vorzustellen - natürlich ganz im Vertrauen.
Beginn ist um 19.30; das POPUP 195 findet ihr am Kurfürstendamm 195, 10707 Berlin; der Eintritt ist wie bei all diesen Veranstaltungen frei.
Gesucht: 1 RAUM
10. Oktober 2009
Die SchreibBühne sucht einen Raum.
Er sollte schön, atmosphärisch, gut gelegen und ca. 30 qm groß sein. Am besten in einem Gebäude, wo auch andere Menschen arbeiten und es gemeinsame Teeküchen und Toiletten gibt. Trotzdem sollte man sich gegenseitig nicht stören, auch wenn mal 5 Leute gleichzeitig das Volumen ihrer Stimme ausprobieren oder 10, 20 Leute angeregt diskutierend Pause machen.
Wer einen solchen Raum in Berlin kennt und weiß, dass dieser leer steht, meldet sich doch bitte bei mir.
Dann gibt’s auch wieder Schreibabende und Lese-Kritik-Bühnen und noch andere schöne Sachen mehr.
Versprochen.
Wenn Autoren eine Ausstellung besuchen …
25. September 2009
… entstehen - natürlich - Texte.
Auch wenn die SchreibBühne weiterhin pausiert, wird an anderen Orten fleißig geschrieben und gelesen:
Am 4.9.09 fand das IV. öffentliche Live-Schreiben in Frankfurt/Oder statt, initiiert und organisiert von der Autorin und Kollegin Carmen Winter.
Und am Sonntag, den 27.09.09, lesen die AutorInnen ihre anläßlich der “kurzen Nacht der Frankfurter Museen” enstandenen Texte. Beginn ist um 15.30; am besten geht ihr vorher wählen, nicht, dass es danach zu spät ist.
Wenn Autoren eine Ausstellung besuchen …
Lesung im Museum Junge Kunst, Rathaushalle
27.September 2009, 15.30 Uhr
Es lesen: Paul Ahlert, Uta Baumsteiger, Sonja Daemen, Ines Gerstmann, Ingrid Graff, Ingrid Kopielski, Michael Andreas Peters, Wolfgang Thiessen, Rainer Vangermain, Kerstin Welke, Carmen Winter, Gudrune Witschetzky