SCHREIBTAGE
ABBLENDEN - ODER WIE WEIT WÜRDEN SIE GEHEN?
VON DER EROTIK IM ERZÄHLEN
Der Frühling naht, es knospt und sprosst, die Natur erwacht, und mit ihr die Leidenschaften und Triebe.
An diesem Schreibtag geben wir uns ganz den Frühlingsgefühlen
hin, kitzeln Worte heraus und locken Geschichten hervor, wir bringen
Erotik und Leidenschaft aufs Papier, ohne falsche Scham und mit viel
Lust am Thema und am Schreiben.
Schreibend wecken wir Leidenschaften und entdecken dabei nicht zuletzt die Leidenschaft am Schreiben neu.
SCHREIBEN UND SCHWEIGEN ZUR PASSION
Karfreitag, ein Tag mit großer Symbolkraft, ein Tag der Stille,
ein Tag, der in der SchreibBühne für besondere Texte genutzt
wird.
Ein Tag, an dem Sie tief ins Schreiben eintauchen, sich schreibend mit
wichtigen Themen befassen und Ihre Texte um neue Dimensionen erweitern
können.
Die Themen der Passionsgeschichte und Ausschnitte aus Passionsmusiken
von J.S.Bach bilden den Rahmen für diesen besonderen Schreibtag.
Schreibend und schweigend werden wir diesen Tag verbringen, nur das
Vorlesen der Texte wird die Stille unterbrechen.

GRENZÜBERSCHREITUNG - LITERARISCHE EXPERIMENTE FÜR FORTGESCHRITTENE
Manchmal hat man sie einfach satt, die schönen, verständlich
formulierten, gelungenen Geschichten. Da möchte man die Literatur
aus den Angeln heben
und neu erfinden.
An diesen zwei Abenden ist erlaubt, was einem einfällt, da wagen
wir uns an unsere Grenzen heran, probieren aus, was wir schon lange
einmal machen wollten, nehmen wir bei anderen Künsten Anleihen,
sprengen Sprache und Form, um unserem Schreiben neue Wege zu ebnen.
VOM (HILFREICHEN) GESPENST DRAMATURGIE
Erstaunlich, aber wahr: ein großer Teil der erzählten Geschichten
in unserer Zeit basiert auf der Dramaturgie des Aristoteles, auf
einer Struktur also, die über 2000 Jahre alt ist, die sich tief eingebrannt
hat in unsere Vorstellungen vom Aufbau einer Geschichte. Struktur, Modell,
drei oder vier oder gar fünf Akte, alles schön und gut, aber was soll so
ein Gerüst für meine Geschichten? Ist es nicht eher hinderlich, ein Mittel,
dem Mainstream nachzujagen, ein Allerweltsgerüst, das mein Erzählen einengt
und Langeweile hervorruft? Am Schreibtag zur Dramaturgie untersuchen wir,
wie sehr diese Strukturen für unsere Geschichten hilfreich sind,
was sie bewirken und wie sie unser Schreiben erweitern können.
VON OBEN ODER VON UNTEN, VON INNEN ODER VON AUSSEN? -
VON DER VIELFALT DER PERSPEKTIVE
Eigentlich ist es doch ganz leicht: man entscheidet sich für eine
Sichtweise, lehnt sich einfach an die Hauptfigur an, und schon kann man
loslegen mit dem Schreiben. Aber plötzlich gerät man ins
Stocken, Abläufe werden beschrieben,
die niemand wissen kann, man verheddert
und verliert sich und findet nicht heraus aus dem Chaos.
Zeit, die Vor- und Nachteile verschiedener Perspektiven kennenzulernen und sie in unseren Geschichten auszuprobieren.
Um sich an diesem Schreibtag ganz der Praxis widmen zu können, gibt es am Vorabend einen passenden Themenabend.
JETZT HALT DOCH MAL STILL - FEINHEITEN DER PERSPEKTIVE
Auktorial oder personal? Ich, du, er oder sie? Ganz weit weg oder ganz
nah dran? Diese Fragen sind längst beantwortet.
Und doch verrutscht das Bild, wackelt man mit der Kamera wie im Homevideo.
Da gibt es Ab-, manchmal gar nur Halbsätze, die aus dem Rahmen fallen.
An diesem Abend spüren wir die Feinheiten der Perspektive auf und finden
Nuancen heraus, die unsere Erzählungen noch reicher machen.
DIE SOMMERNACHT DES SCHREIBENS
Sie hat Tradition in der SchreibBühne und führt uns durch die kürzeste Nacht
des Jahres: die Sommernacht des Schreibens. Auch dieses Jahr lassen wir uns
von der besonderen Atmosphäre dieser Nacht leiten, lassen uns in die Tiefe
hinab fallen, um in der Dämmerung wieder aufzusteigen und den Sonnenaufgang
zu betrachten.